Atelophobia- Die Angst nicht gut genug zu sein

Du kannst dich überall anfassen, aber es gibt einen Fleck, den du niemals selbst berühren kannst. Dein Herz. Ob es so gut ist, wenn das ein anderer tut, bezweifle ich, denn eines bleibt immer gleich –  Am Ende einer Berührung bleiben Narben.

Ich dachte immer allein sein wäre besser. Schöner irgendwie. Freiheit, Mädelsabende und Reisen ohne jemanden zurück zu lassen. Ich dachte immer, ich würde niemals eine Person treffen, die dies in Frage stellen würde. Bis zu einem veregneten Tag im Februar. Die Wände meiner letzten Beziehungen standen noch da wie Betonblöcke auf Asphalt. Ich wünschte sie wären stehen geblieben, stattdessen habe ich sie eingerissen und wer Wände einreißt, muss damit rechnen vor Trümmern zu stehen. 

Ich war so fest davon überzeugt. Überzeugt den richtigen Kampf zu kämpfen. Sonst hätte ich nicht gekämpft, denn Löwen sind feige. Ich hab für eine Liebe und eine Freundschaft gekämpft. Eine Freundschaft und einen Freund, den vielleicht besten, den ich je hatte.

Dann war da die Verzweiflung und die Ratlosigkeit. Weißt du, ich weiß, dass du mich gerne hast und du mich irgendwie liebst. Aber anders. Und einer, der irgendwie liebt und einer, der richtig liebt, das funktioniert nicht. Ich hatte immer furchtbare Angst nicht gut genug zu sein. Und dann kam der Tag an dem ich nicht gut genug war – nicht gut genug für dich.

Ich bin für dich ersetzbar, austauschbar. Das warst du für mich nie. Du warst immer was Besonderes. Wir waren immer etwas Besonderes. Wenn ich mit dir Zeit verbracht habe, dann weil ich es wollte, weil ich dich gern habe und nicht, weil sich niemand anderes gefunden hat. Weißt Du, dass hab ich nicht verdient. Ich bin es Leid und müde, so müde dir hinterher zu laufen. Am meisten tut der Gedanke weh, dass ich da einen Freund verloren habe. Mein Island, meinen Ruhepol wenn die ganze Welt verrückt spielt.

Plötzlich war da nur noch die Wut. Ich war wütend auf mich, auf dich und den Rest der Welt. Aber am meisten war ich wütend auf mich. Ich war wütend, weil ich so dumm war – schon wieder. Du hast mir mein Herz gebrochen.

Weißt du, wir waren Freunde.  Warum warst du in der ganzen Zeit nicht in der Lage einmal ehrlich zu sein? Ehrlich zu Dir selbst und zu mir? Das hätte ich verdient gehabt.

Ich hatte Angst davor, so große. Ich hatte Angst vor dem Tag an dem ich dich verlieren würde. Ich habe mit Dir einen guten Freund verloren, das hier ist mein Abschied von dir. Mein Abschied von uns. Du hast gewusst, dass wir so enden würden, ich nicht.Ich hätte uns kein solches Ende gewünscht, nein wirklich nicht. Das einzige was mich tröstet ist, dass nicht nur ich etwas verloren habe mit dir, sondern auch du. Wahrscheinlich hast du sogar mehr verloren.Ein Mädchen, dass dich so sehr geliebt hat, bedingungslos. Mehr als jeder andere.Da war so viel Gefühl. So viel Gefühl, nur für Dich. Alles umsonst.  Du warst mein Lieblingsmensch. Und jetzt mach’s gut. So haben wir uns immer voneinander verabschiedet. So verabschiede ich mich ein letztes mal von Dir. Mach’s gut. Trotzdem ist da dieses Vermissen.

 

 

 

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