Note: Mangelhaft

„Weißt du meine Ex hat zu viel gekifft, mit irgendwelchen Frauen rumgeknutscht und so getan, als wäre nichts dabei – das will ich nicht mehr.Und Fernbeziehungen…ich hatte schon 2, das ist einfach nichts für mich, dieses ständige Vermissen und das fehlende Vertrauen. Weißt du was mir tierisch auf die Nerven geht? Diese Facebook-Paare, kennst du diese Paare die sich dauernd gegenseitig auf die Pinnwand posten und alles kommentieren was der andere so schreibt? Das geht gar nicht, nie und nimmer will ich mit meiner Freundin auf facebook befreundet sein. Ich bin zu anspruchsvoll glaube ich, ich erwate schon einiges: Sie sollte schon gut aussehen, liebevoll, intelligent, spannend und witzig sein, Musik lieben, verständnisvoll sein, gerne kuscheln und mir meinen Freiraum lassen.“

Vielleicht hab ich es nicht mitbekommen, wann in den letzten beiden Jahren du all deine Ideale über Bord geworfen hast, aber du hast es getan, das steht fest. So viele Pinnwandeintäge an einem Tag …Paarfotos auf Facebook.Aber klar, liegt wahrscheinlich daran, dass ihr euch nur alle 2 Wochen seht, so is das eben in Fernbeziehungen wie ihr sie führt. Wahrscheinlich magst du sie, weil sie so spannend ist, klar eine Frau die zuvor nur Frauen liebt, da galt es eine Eroberung zu machen.

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Atelophobia- Die Angst nicht gut genug zu sein

Du kannst dich überall anfassen, aber es gibt einen Fleck, den du niemals selbst berühren kannst. Dein Herz. Ob es so gut ist, wenn das ein anderer tut, bezweifle ich, denn eines bleibt immer gleich –  Am Ende einer Berührung bleiben Narben.

Ich dachte immer allein sein wäre besser. Schöner irgendwie. Freiheit, Mädelsabende und Reisen ohne jemanden zurück zu lassen. Ich dachte immer, ich würde niemals eine Person treffen, die dies in Frage stellen würde. Bis zu einem veregneten Tag im Februar. Die Wände meiner letzten Beziehungen standen noch da wie Betonblöcke auf Asphalt. Ich wünschte sie wären stehen geblieben, stattdessen habe ich sie eingerissen und wer Wände einreißt, muss damit rechnen vor Trümmern zu stehen. 

Ich war so fest davon überzeugt. Überzeugt den richtigen Kampf zu kämpfen. Sonst hätte ich nicht gekämpft, denn Löwen sind feige. Ich hab für eine Liebe und eine Freundschaft gekämpft. Eine Freundschaft und einen Freund, den vielleicht besten, den ich je hatte.

Dann war da die Verzweiflung und die Ratlosigkeit. Weißt du, ich weiß, dass du mich gerne hast und du mich irgendwie liebst. Aber anders. Und einer, der irgendwie liebt und einer, der richtig liebt, das funktioniert nicht. Ich hatte immer furchtbare Angst nicht gut genug zu sein. Und dann kam der Tag an dem ich nicht gut genug war – nicht gut genug für dich.

Ich bin für dich ersetzbar, austauschbar. Das warst du für mich nie. Du warst immer was Besonderes. Wir waren immer etwas Besonderes. Wenn ich mit dir Zeit verbracht habe, dann weil ich es wollte, weil ich dich gern habe und nicht, weil sich niemand anderes gefunden hat. Weißt Du, dass hab ich nicht verdient. Ich bin es Leid und müde, so müde dir hinterher zu laufen. Am meisten tut der Gedanke weh, dass ich da einen Freund verloren habe. Mein Island, meinen Ruhepol wenn die ganze Welt verrückt spielt.

Plötzlich war da nur noch die Wut. Ich war wütend auf mich, auf dich und den Rest der Welt. Aber am meisten war ich wütend auf mich. Ich war wütend, weil ich so dumm war – schon wieder. Du hast mir mein Herz gebrochen.

Weißt du, wir waren Freunde.  Warum warst du in der ganzen Zeit nicht in der Lage einmal ehrlich zu sein? Ehrlich zu Dir selbst und zu mir? Das hätte ich verdient gehabt.

Ich hatte Angst davor, so große. Ich hatte Angst vor dem Tag an dem ich dich verlieren würde. Ich habe mit Dir einen guten Freund verloren, das hier ist mein Abschied von dir. Mein Abschied von uns. Du hast gewusst, dass wir so enden würden, ich nicht.Ich hätte uns kein solches Ende gewünscht, nein wirklich nicht. Das einzige was mich tröstet ist, dass nicht nur ich etwas verloren habe mit dir, sondern auch du. Wahrscheinlich hast du sogar mehr verloren.Ein Mädchen, dass dich so sehr geliebt hat, bedingungslos. Mehr als jeder andere.Da war so viel Gefühl. So viel Gefühl, nur für Dich. Alles umsonst.  Du warst mein Lieblingsmensch. Und jetzt mach’s gut. So haben wir uns immer voneinander verabschiedet. So verabschiede ich mich ein letztes mal von Dir. Mach’s gut. Trotzdem ist da dieses Vermissen.

 

 

 

Bromance

Eigentlich wollte ich darüber schreiben, dass Frauenfreundschaften alles durchstehen, monatelanges Nichtsehen, Suchtkrankheit, Auswanderungen und andere Frauen, die versuchen uns unsere Freundinnen streitig zu machen. Aber das stimmt nicht. Denn es gibt Männer. Sie treten in das Leben unserer Freundinnen und plötzlich ist alles anderes.

Sie säuseln am Telefon, quatschen stundenlang über seine Familie und seine Hobbys oder – und das ist der worst case- unsere Freundinnen lieben plötzlich einen Mann den wir auch lieben. Vielleicht lieben wir ihn beide auf verschiede Weisen, aber zwei Frauen die denselben Mann lieben sind eine Frau zu viel. Und dann hört man die Ansage: „Nächste Station Endstation, bitte aussteigen.“ Und Plötzlich realisiert man, dass man ausgetauscht wurde gegen einen Mann und die gemeinsamen Erinnerungen an Gurkenmasken, Erdbeerbowle und Shoppingreisen liegen verschlossenen Kisten im hintersten Eck des begehbaren Kleiderschranks.

Man kann mit Frauen super Freundschaften führen solange sie sich auf Party, Schuhe kaufen, Frauenserien, Proseccoabende und Mädchenprobleme bequatschen beschränken. Aber so richtig selbst sein, ohne seine Kopf zwischen Sie-kommt-besser-bei-Männern-an und ich-bin-schöner-schlanker-klüger-als-sie Fixatoren einer Guillotine zu beförden, kann man nicht.

 

Deshalb hier eine Hommage an die Frauen-Männerfreundschaft:

Das Harry und Sally Syndrom besagt, Frauen und Männer können nur befreudet sein wenn mindestens einer der Beteiligten sexuelles Interesse am andern hat. Lächerlich.Ist nicht so das ich lesbisch wäre, ich steh auf Männer, besonders auf Männer mit drei Tage Bart, die Bier trinken und Männer Sportarten betreiben und Schuhe finde ich toll.

Aber meine Männer sind da völlig außen vor. Ich fühle mich in deren Gegenwart einfach wohler.Ich kann auch mal die Beine auf den Tisch legen, saufen und beim Skat verlieren. Sprüche über Tussis reißen und lautstark den Schiri auspfeifen, auch wenn ich total im Unrecht bin und es Abseits war. Männer sagen dir auch grade heraus, wenn du scheiße aussiehst- und es ist okay. Allerdings kann ich auch weinen und sie sitzen da und warten, sie warten geduldig bis ich erzähle und reichen mir Taschentücher. Und wenn ich lieber schweigen will, ist das auch okay. Aber das Beste an einer Bromance, einer Freundschaftlichen Beziehung zu einem Mann, ist: Loyalität. Es Dinge an die man(n) sich hält , eine Art unsichtbares Regelwerk, zum Beispiel: Bro’s before hoes, oder auch: Wozu brauche ich eine Beziehung die alles verändert, wenn ich wunderbare Freunde habe, die mich lieben wie ich bin.

Nur eines nervt nach wie vor. Wenn ich pinkeln muss, reicht kein Baum!

Knowing me, knowing you

Es so eine kranke Scheiße. Ja das ist es wirklich. Unsere Freundschaft , unser Freundeskreis. Wir kennen uns schon fast 10 Jahre.Ich frage mich ob wir überhaupt Freunde sind, oder inzwischen Menschen sind , die nur gemeinsame Erinnerungen teilen. Wir sind erwachsen geworden aber unsere Freundschaft hängt immer noch fest, im Damals. Wir waren nie wirklich erhlich zueinander, wer will sich schon verletztlich machen? Wir stehen in ewiger Konkurrenz zueinander.Wir haben dieselben Menschen geliebt und nie vergessen. Jeder nutzt jeden für seinen Vorteil. Aber aufrichtig können wir nicht mehr zueinander sein. Kennen wir uns eigentlich?

Wenn wir uns zusammensetzen würden und jeder ehrlich zum anderen wäre, welche Utopie, würden wir uns hassen. Wir haben die Abbingung genommen, anstatt geradeaus zu fahren.Die Frage die sich jetzt stellt ist wie wir die Köpfe aus der Schlinge bekommen, oder ob jeder seinen Kopf aus der Schlinge bekommen muss.

Wir haben schon geschlossen

„Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen.“ – Balthasar Gracian y Morales

Stimmt das ? Kann diese Tür nie verschlossen werden?
Muss man diese Tür vielleicht manchmal sogar selbst schließen wie das Leck eines Schiffs um sich selbst vor dem Ertrinken zu retten ?

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Sogar Sterne knallen 
manchmal aufeinander
 und es entstehen neue Welten.

Während ich heute an meiner Bachelorarbeit geschrieben habe, ist es passiert. Ganz plötzlich, ohne Vorwarnung. Deine Notiz erschien auf meinem Bildschrim. Du wusstest , dass ich sie nur zufälligen finden werde.
„Hoffentlich liest du das auch iwann“ steht drin.

Aber es sind andere Worte ,die ich immernoch vor mir sehe: “ Ich hab dich so arg lieb, vergiss das nie, ich vermisse dich “ und ein Herzchen.

Und da war dieser Moment den ich so lange verdrängt habe. Ich vermisse dich auch.
Du könntest mich auch einfach anrufen und mir sagen , dass wir über alles reden können, aber das könnte ich auch. Doch wir tun es nicht. Wir kennen uns.

Oder doch nicht ? Puppenspielerinnen mit ihren Klimperimpern.

Das war schon immer unser Problem. Wir müssen nicht reden, wir wissen es. Das ist es wohl. Schon geht das Spiel von vorne los. Totschweigen. Funkstille.Vermissen. An eigene Wahrheiten glauben, sich daran klammern und warten.

How can you tell so many lies and never feel bad about it…

So sitzen wir nun da, jeder für sich. Das Bier ist längst schal. Der Zigarettenqualm verwandelt den Raum in ein Dickicht aus Blau und Nebel. Durch das milchige Fenster dämmert der Morgen.

Früher haben wir so viel geredet – über Beziehungen, Arbeit , Studium, unsere Eltern und unsere Träume. Unsere gemeinsamen Träume. Träume von der Liebe, voll von Hoffnung und Naivität. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich mit euch zusammen niemals alleine den Gefahren der Welt entgegentreten muss und es sich gemeinsam leichter nach schönen Erinnerungen jagen läßt.

Jetzt sitzen wir da und schweigen.Wir sind müde, doch keiner von uns denkt daran ins Bett zu gehen. Keiner wird zurückgelassen. Wir waren wie Soldaten im Schützengraben: Alle oder keiner. So war das mal.

Meine Augenringe verraten mich. Ich zähle Zigaretten, ich rauche zuviel. Ich habe keine weisen Worte mehr übrig , keine Durchhalteparolen und keine gut gemeinten Ratschläge. Nichts mehr übrig für mich selbst. Ich stecke mit dem Kopf in einer Felsspalte zwischen Vermissen und Selbstachtung. Wir wissen, dass wir vor dem Ende stehen, und dass der Ast nach dem wir greifen, unerreichbar ist.

Es riecht nach Whiskey und Filterzigaretten. Das Ende eines Kapitels. Genauso bitter wie der Gin, den wir immer tranken. Wenn ich schlafe und wieder aufwache, fühlt sich alles unwirklich an, fern und unnahbar. Wie im Traum fremd und unwirklich. Doch die Wirklichkeit steht grimassenschneidend zwischen uns. Sie lacht mir ins Gesicht. Sie lacht laut und grinst und spuckt mich an.

Es ist so einfach zu vergessen was jemand zu einem gesagt hat und einem angetan hat ,aber zu vergessen wie man sich dabei gefühlt hat- das ist unmöglich.Und wenn es Morgen ist, kann ich nicht verzeihen. Wir sagen nichts und die Stille sagt alles über uns. Über unsere Ohnmacht, über unsere Angst, über uns. Abschied ist ein bisschen wie sterben. Die letzte Zigarette and everthing will be okay at the end.

15463

Nachrichten haben wir geschrieben. In 10 Monaten. Und ich wünschte, du würdest ein paar Häuser die Straße runter wohnen. Um mit dir zu sprechen, bräuchte ich nicht mal ein Telefon. Um dich zu sehen, bräuchte ich keine Webcam. Ich würde die Treppen hinunterspringen, durch den Hof an den Mülltonnen vorbeihüpfen und die schwere Holztür am Eingang aufschieben. Ein paar Eingänge weiter stünde dein Name am Klingelschild. Dein wunderschöner Name. Du würdst nachts betrunken Herzen an die Hauswand sprühen und jeden Morgen würde  ich sie mir ansehen und an dich denken. Jeden Morgen. Und jeden Abend, wenn du wieder nach Hause kämst.

Ich würde an deiner Tür klingeln. Du würdest über die Rufanlage fragen, wer denn um diese Zeit klingle. Du würdest die Antwort schon kennen – schon bevor du den Hörer abnehmen würdest wüsstest du es. Und du würdest lächeln. Das Surren des Schlosses wäre für mich das schönste Geräusch des Tages, und ich bekäme jedes Mal wieder Gänsehaut, bei jedem Knarren der hölzernen Treppenstufen hinauf in deine Wohnung. Oben angekommen, würdest du auf mich warten. Meinen Kopf würde ich in deinem Haar vergraben, während ich über deine weichen, warmen Schultern streichen und dich ganz und gar bei mir haben würde. Und für viele Sekunden würde ich dich nicht mehr loslassen. Und ich könnte dich berühren, deine Stimme hören und dein Lachen sehen. Deine Haut riechen und deine Gedanken lesen. Wir würden uns erkunden und erobern, überraschen und enttäuschen. Wir würden Sonntage auf der Couch verbringen, und Nächte in den U-Bahnen der Stadt. Wecker würden wir verschlafen und nebeneinander aufwachen. Ich wüsste wie deine Tränen schmecken und du wüsstest wie ich meinen Kaffee trinke. Wir würden uns ansehen und uns an den Händen halten – und ich würde dir Pancakes backen und du würdest mir Kakao machen. Wir hätten Zeit. Und ich würde dir so viel davon geben, wie es eben bräuchte.

Und du wärst die Sonne. Und mein doppelter Boden wäre überflüssig. Unantastbar, warm und voller Zuversicht. Vollkommen, schön – und im tiefsten Herzen nur für mich. Und ich wäre der Mond, nur nachts zu sehen. Mein Licht wäre fahler, schwächer – und doch ganz und gar dein. Und die schönsten Stunden wären die, an denen Sonne und Mond gemeinsam am Himmel zu sehen sind. Wir wären getaucht in silbergoldenes Licht und unsere Sekundenzeiger würden stehen bleiben. Die Welt würde den Atem anhalten, während wir tief Luft holen würden – bereit für alles was noch vor uns läge. Ich würde dich ansehen.

Und ich würde dich küssen und lieben.

Und ich wünschte, du würdest ein paar Häuser die Straße runter wohnen.  

Erst Weltende, dann Jahresende.

Ich persönlich hätte ja das Weltende bevorzugt, dann hätte das alles mal ein Ende. Diese Nörgelei, das missbrauchte Vertrauen, das Warten auf wasauchimmer und die ständigen Kopfschmerzen wie das Leben doch noch zu dem werden kann, was es sein soll. Aber leider ist mein Wunsch nicht in Erfüllung gegeangen, wie das mit Wünschen meistens so ist. Was passiert eigentlich mit diesen unerfüllten Wünschen? – Was für ne Frage , die gehen einfach nicht in Erfüllung. Punkt.

Dann eben das Jahresende.Wobei das genau dasselbe ist. Man macht sich Vorsätze , an die man sich eh nicht hält. Das ist als ob man sich selbst seine Wünsche nicht erfüllt.

Mal sehen, was hat dieses Jahr so gebracht?
Minus : Gefühlte 1342 Nerven, die es mich gekostet hat
Plus: 2 Fältchen haben sich abgezeichnet
Minus: 5,0 Freunde
Plus: 1,0 gescheiterte Beziehungsanfänge
Minus: auf dem Konto
Plus: Gelernt, sich nur uf sich selbst zu verlassen
Minus: 2 Kilo
Plus: Unistress
Minus: Erwachsen werden

Meine Vorsätze:
-Mit dem Rauchen aufhören… 
ungefähr wie jedes Jahr.

-Weniger Liebe und Zeit in Menschen investieren, die einem dannach in den Hintern treten… 
das sag ich mir jedes Mal.

-Mehr Lernen…. 
Ich klinge wie meine Mutter.

-Finger weg von emotionalverstörten, komplizierten, selbstverliebten Männern…. 
kein Kommentar

-Weniger Trinken… 
ich fang gerade erst an.

-Mehr Sport…. 
ich glaub das wird dieses Leben nix mehr.

Eigentlich ist es  jedes Jahr dasselbe…

und jedes Jahr steckt man neue Euphorie und Hoffnung in den Jahreswechsel. Dabei kann man alles nur nehmen wie es kommt und wenn es neue Freunde, eine neue Liebe und ein Diätcamp mit Suchtklinik sind. Ich hau jetzt noch mal auf den Putz, die Vorsätze gelten ja erst für 2013.